Welcome to the world's largest transportable giant observation wheel

Münchner bauen Rekord-Riesenrad

Bekommt München sein eigenes London Eye oder wird das etwa der Nachfolger des berühmten Singapore Flyers? Das Geheimnis ist gelüftet: Auf dem Gelände der Firma Maurer Söhne am Frankfurter Ring wird das größte transportable Riesenrad der Welt gebaut. 80 Meter hoch, 54 Gondeln, 1500 Tonnen schwer, die Kosten liegen im zweistelligen Millionenbereich. Das Riesenrad kommt ins Guiness Buch der Rekorde und wird bald nach Mexiko transportiert!


Entworfen wurde es von Ronald Bussink, einem holländischen Riesenrad-Designer mit Sitz in der Schweiz. Er und seine Firma R80XL tüfteln seit fünf Jahren an dem Entwurf und Ende 2012 begann die Realisierung des gigantischen Projekts. „Das findet ausgerechnet in München statt, da von Maurer Söhne die meisten Stahlbauteile kommen“, erklärt Bussink. Also wurden alle anderen Elemente hierher geliefert. Die Gondeln sind von dem Schweizer Seilbahnhersteller CWA und alles, was mit Elektronik zu tun hat, kommt von Siemens. Während das Rad am Frankfurter Ring steht, wird auch gleich eine TÜV-Prüfung durchgeführt. Der Investor aus Mexiko legt nämlich großen Wert auf Sicherheit und bezahlt. „Bis zum 20.Januar“, hofft Bussink, „soll das Riesenrad fertig geprüft sein und in Containern bereit zum Transport nach Mexiko stehen.“ Was der Investor damit dort vorhat, ist noch geheim.


Die Besonderheit an diesem Rad: Es ist freistehend und transportabel – eine Höchstleistung in der Planung. Angefangen hat Bussink aber einmal ganz klein. Als Kind hat er stundenlang mit Lego gespielt, Jahre später war er für den Auf- und Abbau kleinerer Riesenräder auf Rummelplätzen zuständig. Schon bald wurden sie zu seiner Leidenschaft. „Mich hat das Riesenradfieber gepackt – eine unheilbare Krankheit“, sagt Bussink.

Er entwarf seine eigenen Räder und wollte immer höher hinaus. Mittlerweile hat er über 30 Jahre Erfahrung mit den Giganten. Er legt großen Wert auf Details: Die Gondeln glänzen durch modisches Design. Flachbildschirme, Glasboden, Klimaanlage und Champagner in luftiger Höhe – an alles ist gedacht. Doch eine Frage steht noch aus: Wird solch ein Riesenrad auf dem nächsten Oktoberfest zu sehen sein? Leider nein! Denn für so eine kurze Zeit ist der Aufwand für Auf- und Abbau zu groß, das dauert drei bis vier Wochen. „Das hat nichts mehr mit Volksfest zu tun, das ist schon eine alleinstehende, touristische Attraktion“, meint Ronald Bussink.


Für eine Fahrt müssen Sie dann schon nach Mexiko reisen...

Constanze Adam

Source: tz-online.de

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